Sozialmedizinische Nachsorge

Nachsorge

Wenn ein Kind zu früh oder schwer krank geboren wird, wenn es an Unfallfolgen oder an einer schweren, chronischen Krankheit leidet, hat dies immer auch Auswirkungen auf die gesamte Familie.

Die Eltern sind sehr besorgt, oft verunsichert und mit der Versorgung ihres Kindes stark eingebunden oder gar überfordert.

Hier unterstützt das Team der sozialmedizinischen Nachsorge in drei Phasen:

  • Betreuung in der Klinik
    Die Betreuung kann bereits in der Klinik beginnen. Das Nachsorgeteam ermutigt die Eltern, das Kind zuhause, eventuell auch mit Unterstützung, zu betreuen und bereitet die Entlassung des Kindes gemeinsam mit der Familie vor.
  • Übergang von der Klinik nach Hause
    Nach der Entlassung steht der Familie zuhause ein völlig veränderter Alltag bevor. Deshalb organisiert und bereitet das Nachsorgeteam bereits vor der Entlassung gemeinsam mit der Familie und den Ärzten die weiteren Schritte vor. Diese werden individuell auf das Kind und die Familie abgestimmt.
  • Alltagsbewältigung zuhause
    Eine Mitarbeiterin der Sozialmedizinischen Nachsorge hält auch nach dem Klinikaufenthalt Kontakt mit der Familie. Sie besucht die Familie zu Hause und ist dabei eine kompetente Ansprechpartnerin.

Wir bieten der Familie folgende Unterstützung:

  • Organisation einer Haushaltshilfe
  • Beratung zu Leistungen der Kranken- und Pflegeversicherung
  • Hilfe bei der Beantragung von Therapie- und Pflegeleistungen
  • Abstimmung mit Krankenkasse, Sanitätshaus und Hilfsmittellieferant
  • Unterstützung bei der Terminplanung
  • Begleitung bei Behördengängen, Arztbesuchen und Therapien
  • Kontaktaufnahme mit Selbsthilfegruppen
  • Vermittlung von Betreuungsmöglichkeiten für Geschwisterkinder

Die Sozialmedizinische Nachsorge ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung und wird vom Klinikarzt oder von einem niedergelassenen Arzt für Kinder, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, verordnet. Eine Verordnung ist auch noch bis zu sechs Wochen nach der Entlassung aus der Klinik möglich.

Diesen Dienst bietet Reha-Südwest in Kooperation mit dem Zentrum für Kinder und Frauen am Städtischen Klinikum Karlsruhe.

Die Sozialmedizinische Nachsorge wird von Aktion Mensch im Rahmen der Starthilfe unterstützt.

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